Bowspring WS Davos (CH) 9.-11.11.2018 w/ Bastian

Bowspring, 21st Century Yoga!

Anmeldung: tajana@adank.ch

9.11.2018 18:30 – 20:00 Uhr Begrüßung. Annäherung an eine neue Idee von Körperlichkeit

Vorweg: Für diesen Workshop sind keine Grundkenntnisse oder Vorerfahrungen im Bereich Yoga erforderlich. Du kannst aus artfremden Disziplinen dazu stoßen oder das Bewegungsmäßige gerade für dich entdecken. Der Workshop möchte dir helfen, dein Empfindungsbewusstsein von deinem Körper zu entwickeln und zu vertiefen. Wir lenken den Blick auf das Vorfindliche des Körpers, auf etwa so simple Dinge, dass ein Gelenk Beugequalität hat, dass deine Fußsohle gewölbeartig strukturiert ist und deine Rumpfvorderseite sich natürlich strecken kann. Wir suchen den Körper nach seinen gegebenen (durch Geburt mitgeschenkten) Potenzen ab, um diese für eine geschmeidig-kraftvolle und lebendige Bewegtheit einzusetzen. Eine gesunde, gut entfaltete Bewegtheit sowie ein schmerzfreier Körper haben ihren Ausgang im Spürsinn für die Art und Weise, wie der Körper ureigentlich in seinem Aufbau und in seiner inneren Beziehungsvielfalt gemeint sein könnte.

10.11.2018 09:00 – 11:00 Uhr Einführung in die Grundtechniken I

Logisches, individuelles Bewegen: Pulsieren, federn, schwingen, pendeln, schmelzen, öffnen. In simplen Grundsettings wie dem Vierfüßler suchen wir nach natürlichen Modalitäten der Bewegung. In Zusammenhang mit der natürlichen Atmung, die unseren Körper bewegt, erfahren wir eine Weitung des oberen Rumpfbereiches und bringen Licht auf tote Stellen unserer Selbst, vor allem auf der Körperrückseite. Wir schauen danach, ob etwa bestimmte Muster in unserer Haltung unsere Bewegungspotenz minimieren und wie wir unseren persönlichen range of motion erweitern können. Wir stellen Verbindung her.

10.11.2018 12:00 – 14:00 Uhr Einführung in die Grundtechniken II

Keine Bewegtheit kann ohne Kraft geschehen. Kraft jedoch nicht in dem Sinne, einen bestimmten Muskel zu belasten. Im Bowspring benutzt du Muskulaturketten, um den Körper gleichmäßig in Tonus zu versetzen. Tonus bedeutet, der Körper erfährt Energie. Wenn du Treppen steigst etwa, kannst du, was das Gewöhnliche wäre, die Oberschenkelvorderseite bis zur Ermüdung und zum Muskelkater strapazieren. Du kannst aber auch vom Vorfuß her über den Gesäßmuskel in den Rücken und von dort hinauf zum Hinterkopf agieren, um Bewegungsaufgaben leicht und agil zu meistern.

11.11.2018 09:00 – 11:00 Uhr Der natürliche Atem und die Atempause

Kaum ein Thema interessierte den Yogi schon seit dem Mittelalter mehr als der Atem. Der bewusste Atem ist ein Schlüssel zur inneren Balance und zu tiefer Erdung im Selbst. Wir werden uns des Atems in seiner unangestrengten Modalität des Hereinkommens, des Hinausgehens und der darauffolgenden Pause bedienen. Wir schauen auf die Qualität, die der Atem hat, bevor du ihn modifizierst. Wir üben keine Spezialtechnik des Atems. Wir erforschen den ursprünglichen Fluss, und wie dieser uns natürlicherweise trägt und belebt. Viele Heilprozesse setzen ein, wo du mit geschlossenem Mund den Atem seinen eigenen Weg im Körper gehen lässt. Du machst den Atem nicht. Du wirst geatmet, du überlässt dich.

11.11.2018 12:00 – 14:00 Uhr Der bewegte Sitz

Der yogische Sitz ist für jeden an Meditation interessierten Menschen eine erste Hürde, da das Sitzen am Boden durch die zivilisatorische Einführung von Stuhl und Tisch unseren Körper nachhaltig verändert hat. Der heutige Mensch jedoch hat den Sitzhabitus (der runde Rücken, das nach hinten gekippte Becken, die eingezogene Körpervorderseite, die linear nach vorn ausgerichteten Beine, das nach unten fallende Kinn) zu seiner Standardhaltung gemacht, wodurch sich erst bestimmte Problematiken und Pathologien ergeben. Der bewegte (!) Sitz am Boden möchte hier wieder eine Balance schaffen und wie nebenbei eine mächtige Erfahrung im meditativen Geiste ermöglichen.