gülden im tiefsten Kern – der Mensch / 09.04. – 15.04.2018

Ein goldenes Wochenende liegt hinter, eine goldene Woche vor uns.

Nicht immer habe ich das so gesehen. Wenn ich mich zurück erinnere an die Zeit, wo ich mich einzig mit der Welt in ihrer bloßen äußeren Erscheinungsform auseinandergesetzt habe – es ist das, was in den News verbreitet oder in den Geschichtsbüchern geschrieben steht – dann sehe ich im Vergleich zu heute eine große Wandlung am Werke. Und natürlich gibt es die Realität, die uns besorgt machen muss und die uns oft genug schwächt und skeptisch macht. Ich bin nicht blind geworden in der Zeit der Wandlung. Ganz im Gegenteil: Ich sehe heute, dass all die ungerechten Dinge des all zu realen Lebens nicht das letzte Wort sind. Früher hätte ich mich an diesen festgehalten und im Kampfe mit der Welt meine Identität gesucht. Das war aufreibend.

Was geschieht, wenn der Mensch den Schritt in die spirituelle Welt wagt, er mit Yoga und Religion in Kontakt gerät? Er empfindet die Not der Welt tiefer, weil er weiß, dass hinter allen Dunkelheiten der menschlichen Seele eine Landschaft wartet, die hell ist, weit und gut. Die Empathie für den ausgesetzt suchenden und tastenden, irrenden und hoffenden Menschen wächst mit dem Einblick in jene Landschaft, die den heiligen – d.h. gottgegebenen Kern aller Dinge – entblößt. Dies einmal gesehen, gibt es kein zurück mehr. Man müsste sich zumindest selbst tief in die Tasche lügen. Wenn heute Dunkles mich anficht, was durchaus der Fall ist (auch Jesus wurde in Versuchung geführt), dann weiß ich sofort, dass diese Realität ein trügerischer Schein ist hinter dem zugefallenen Vorhang.

Es ist dann meine Aufgabe, das Herz zu weiten und zu öffnen, um den Kontakt mit der Liebe Gottes wieder herzustellen. Denn diese zielt immer auf uns ab und lässt sich darin in nichts beirren. Wir können uns dagegen stellen, wie „wir“ wollen (wer ist dieses wir?), dauerhaft und bedingungslos wartet jene goldene Landschaft, die unsere Seele erheben und bergen will, auf unsere Zuwendung. Der Heilige unter den Menschen ist nicht jener, der von sich sagt, dass er in Gott angekommen ist. Es ist derjenige, der immer wieder darauf hinaus geht, ihn zu suchen, seinem Gespür nach zu gehen für das Gute in allen und allem – und andere auf diesem Weg mitnimmt. Dieses Nachspüren kann sehr verschieden aussehen. Manchen Begnadeten reicht der Glaube, andere nehmen körperliche, diätische und weitere Techniken hinzu. Allen gemeinsam jedoch ist der beständige Ausgriff aus dem bloßen Augenschein heraus in die goldene Sphäre dahinter und darüber hinaus, wo die Liebe uns erwartet, die tief in uns webt und unseren eigentlichen Kern bedeutet.

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