Bowspring Workshop München 17./18.11.2018 w/ Bastian

 

BOWSPRING WORKSHOP 17./18.11.2018 MÜNCHEN JAYA YOGA

Anmeldung

Vom Gespür für den inneren Körper hin zu einer gesunden Asanapraxis.

Oft sieht man Bilder von Asana-praktizierenden Yogis, wenn man sich für Yoga interessiert und entsprechende Informationen nachschlägt. Die Figuren und Positionen, die für unser leibliches und seelisches Wohlergehen verantwortlich gedacht werden, sind mehr oder weniger verwickelt und verschlungen, manche betonen das Dehnen oder Drehen des Körpers, manche die Balance, wieder andere die Perspektive kopfüber. Betrachtet man die Vorlagen dieser Fotos, fühlt man sich eventuell aufgerufen, es dem dort Praktizierenden gleich zu tun.

Hier gibt es nun zwei wesentlich verschiedene Wege der Ausübung, um etwa einen guten Sitz, Sprung oder Stand zu erreichen. Man kann den Körper der Form anzupassen versuchen. Dies tuend, muss nicht wirklich eine innere Verbindung zur innerlich-körperlichen Disposition vorliegen, denn das Ziel ist zunächst die Form. Bowspring geht einen anderen Weg: Es stellt die bestimmte, angezielte Form zurück und lenkt den Blick auf die innere, materielle Qualität des Körpers mit seinen bindegeweblichen Bezügen kreuz und quer durch diesen hindurch. Von hierher bereiten wir der Asana einen Weg. Bowspring ist dieser Weg.

Der Bowspring möchte die natürlichen Vorfindlichkeiten am Körper erkennbar machen und in der Bewegungsausführung nutzen, um ein nachhaltiges, verletzungsfreies Praktizieren zu ermöglichen. So hat das Knie auf der Vorderseite eine härtere Wölbung als auf der Rückseite, wo die Kniekehle eher eine Hohlform aufweist. So hat auch der untere Rücken (wie auch der Nacken) eine natürliche Kurvatur nach innen entwickelt, die der Aufrichtung des Gesamtkörpers dient. Bowspring sucht also nicht die äußere Form der Asana „auf Teufel komm raus“, sondern will durch Bewusstwerdung bestimmter körperlicher und jedem Menschen eigenen Qualitäten den Weg zur Asana aufzuzeigen. Dafür kann es nützlich sein, dass die Asana zunächst beweglich pulsiert und das statische Endbild aufgelöst (zurückgestellt) erscheint bzw. in ihren Formen stärker variiert.

17.11.2018 12:00 – 14:00 Uhr Lange Ketten: Vom Zusammenhang der Dinge

Einführung in den Bowspring. Wir wollen uns über die Grundprinzipien einer myofaszialen Praxis verständigen: Was heißt es, wenn die liquide Struktur (alle Sehnen, Bänder und Faszien) für den Halt des Skeletts und mithin der Knochen verantwortlich ist? Wir beginnen sanft zu federn und über gezielte Druck und Zugkräfte etwa den faszialen Raum zwischen den Rippen zu erweitern. Bowspring affirmiert die Körperlichkeit des Menschen und nutzt diese, den Geist zu sammeln. Vom Körper wird dabei nichts erzwungen: Der Praktizierende stimmt sich in ihn ein und übt in der Einheit mit seinem Wesen.

17.11.2018 16:00 – 18:00 Uhr Glute Up! Von hinten nach vorn (und oben)

Neben dem liquiden, allseitigen Praktizieren vom Bindegewebe her ist die Ansteuerung der rückwärtigen Muskulaturkette ein Kennzeichen des Bowsprings. Bowspring ist eine dynamisch-vitale Praxis. Sie wird gestützt durch einen starken, aktiven Rücken. Verschiedene Techniken bringen uns ein offenes, stabiles und variantenreiches Praktizieren von der Rückseite her ins Bewusstsein. Die Erkenntnis dieser Ansteuerung hat wesentliche Vorteile für ein rückengesundes Leben auch im Alltag.

18.11.2018 8:30 – 10:30 Uhr The Rapid Bow Flow Session.

Bei aller ausgefeilter Technik und wissenschaftlicher Grundlegung ist dem Bowspring ein spielerischer Zug eigen. Die Bewegung erfolgt, wie oben schon angedeutet, nicht nur von Asana zu Asana, sondern auch in der “Asana“, zumal diese überraschende Formen annehmen kann, wenn wir etwa darauf aus sind, den Gesäßmuskel anzusprechen, um uns vom Boden abzuheben. Kreativität und Innovation sind charakteristisch für den Bowspring. Er ist nicht limitierend auf eine festgelegte Zahl (108) an Formen, er ist ausufernd und rhizomatisch. Der Körper scheint seinen Weg wie von selbst zu wissen, wenn wir ihn lassen anstatt ihn zu zwingen.

18.11.2018 14:00 – 16:00 Uhr Vom natürlich, erfahrbaren Atem

Auch der Atem folgt im Bowspring seinem natürlichen Fluss. Zudem haben neuere Erkenntnisse gezeigt, dass der Mensch besser weniger atmet, als mehr. Der städtische Alltag und die modernen Lebensumstände in einer auf Effizienz und Produktivität ausgerichteten Gesellschaft zwingt den Menschen oft zur (unbewussten) Hyperventilation. Die Beschäftigung mit dem Atem geht auf die absoluten Anfänge des Yogas zurück. Der Bowspring hat mir u.a. ermöglicht eine Sitzposition zu erreichen, die aufrecht und damit als atemgerecht zu bezeichnen ist. Wir werden uns des Atems in seinen 3 Ausformungen (Einatmung, Ausatmung, Atempause) bewusst. Wir erleben den inneren Raum, den er uns eröffnet. Der Atem ist letztlich der Schlüssel zur bewussten Erschließung des Kerns unseres Wesens.